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Siegeshungriger Downhill-Youngster: Jacques Bouvet

Jacques Bouvet ist erst zarte 17 Jahre alt. 2011 fuhr er seine erste, komplette Downhill Saison und hätte mit seinen Abfahrtszeiten in der Lizensklasse ganz oben mitspielen können. Rund 30.000 Kilometer legte er alleine in der letzten Saison mit seinem Vater im Auto zurück, um an möglichst vielen Rennen teilzunehmen. Mit so viel Ehrgeiz, Motivation und Siegeswillen wird Jaques auch 2012 in der Lizensklasse bei nationalen und internationalen Rennen antreten. Und dennoch hat er noch keinen Sponsor für 2012…

Wie bist du zum Downhill gekommen?
Also ich habe mit circa fünf Jahren angefangen Motocross zu fahren. Leider wurde es mit der Zeit weniger, da sich meine Mutter quer gestellt hat, weshalb ich dann mit neun Jahren habe aufhören müssen.
Dann war es ein bis zwei Jahre ziemlich ruhig, aber irgendwann habe ich dann in Boppard mit dem Dirten angefangen. Das war für mich aber nicht das Wahre, daher bin ich dann auf Downhill umgestiegen. Ich kam von Beginn an gut mit dem DH-Boliden zurecht und hatte eine Menge Spaß.

Was war dein erstes Mountainbike?
Mein erstes Mountainbike Hardtail war ein Corratec und der erste Downhiller ein Foes.


untitled focus – jacques bouvet part1 von T_i_x_o auf MTB-News.de

Wie viele Downhill-Saisons hast du schon hinter dir?
Ich habe erst vorletztes Jahr meine erste, komplette Saison hinter mich gebracht. 2010 bin ich zwei Rennen gefahren: den Rookies Cup am Ochsekopf und den GDC in Thale. Davor bin ich kleinere Rennen gefahren, aber das ist nicht der Rede wert.

Welche Erfolge konntest du 2011 Jahr verbuchen?
Einmal den Gesamtsieg bei den Hobby Junioren. Bei der DM in Bad Wildbad kam ich leider nur den 3. Platz. Im Seeding Run hatte ich sechs Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz…
Dann habe ich noch den Gesamtsieg beim Rookies Cup in der Klasse Junioren geholt.
Ebenfalls ein Highlight für mich war der 13. Platz beim Wheels Of Speed in Willingen. Ach, und beim Nissian DH-Cup habe ich noch den 3. Platz der Gesamtwertung bei den Junioren belegt.

Das nenne ich mal eine erfolgreiche, erste Saison. Wirst du 2012 mit so viel Talent für ein Team starten?
Noch steht leider nichts fest, ich hoffe in den nächsten Wochen wird sich das klären, für wen ich fahre, da die Saison in gewisser Weise ja schon lange angefangen hat. Damit meine ich das Training, das Gewöhnen ans Teambike und das Finden des richtigen Setups.

Was sind denn deine Ziele für die nächste Saison?
Ich werde dieses Jahr in der Lizensklasse angreifen. Letztes Jahr wäre ich mit meinen Zeiten gut in dieser Klasse mitgefahren. Daher sind meine Ziele ganz klar Deutscher Junioren Meister in der Lizens Klasse zu werden und im EDC möglichst weit nach vorne zu fahren und Erfahrung zu sammeln. Ich bin hungrig aufs Siegen!

Also wirst du auch an internationalen Rennen teilnehmen?
Ich werde auf alle Fälle den ganzen GDC fahren. Geplant sind auch der EDC und mit viel Glück dann auch mal auf ein World Cup Rennen.

Was sind deine Trainingsmethoden, um dich auf die Rennsaison vorzubereiten?
Das beste Training ist möglichst viel auf dem Rad sitzen, dazu fahre ich zwischendurch noch Motocross. Da dort auch Ausdauer, Kraft und Reaktion gefordert werden – wie beim DH-Sport.
Auch nehme ich die ein oder andere CC-Tour auf mich.

Flüchtest du während dem Winter auch in den Süden, um bei wärmeren Temperaturen trainieren zu können?
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich sofort in den Süden. Aber zwangsweise eher bei mir im Wald. Dieses Jahr wäre das auch nicht möglich gewesen, einmal von der Zeit her und da ich momentan nur ein 4X Bike habe. Dieses nutze ich zwar mehr als Downhiller, aber so einen Trainingstrip würde es wohl kaum überleben.

Hast du einen Trainer, der dich auf die Rennen vorbereitet, oder nimmst du während der Saison alles selbst in die Hand?
Mein Vater ist immer dabei und bereitet mich auch darauf vor. Ohne ihn wäre das alles nicht möglich. Und dann sind da noch meine Gegner oder besser gesagt meine Freunde. Wir pushen uns immer gegenseitig.

Enduro ist momentan ziemlich am boomen. Reizt dich dieses Rennformat oder fokussierst du dich nur auf Downhill?
Nein, Enduro reizt mich kein bisschen, da ich tretfaul bin. Auch wäre mir das Format nicht spannend genug.

Wirst du nach der Schule eine Ausbildung antreten oder willst du es in einem der großen Teams als Fahrer versuchen?
Also es wäre schon mein Traum, es in ein großes Team zu schaffen. Es wird schwer werden, aber ich werde mein Bestes geben. Wenn es nicht klappen sollte, werde ich natürlich eine Ausbildung beginnen.

Viele aktive Mountainbiker plagen sich mit diversen Verletzungen. Wie sieht deine Bilanz für deine Karriere bisher aus?
2010 habe ich mir beim Training meinen linken Arm gebrochen. Ich wollte ein Gap springen, bei dem man die Landung nicht einsehen konnte. Erst kurz vor dem Absprung sah ich, dass genau auf der Landung ein Radfahrer stand. Ich weichte aus, stürzte und der Arm war durch. Ansonsten habe ich noch keine Verletzungen zu verzeichnen.

 

Wie stehst du zu Protektoren?
Ich trage bei Rennen oder im Bikepark immer alle Protektoren. Also auch Neckbrace und Safety Jacket. Wenn ich nur auf dem Local Trail unterwegs bin, schlüpfe ich nur in Knieschoner, Handschuhe und Helm.

Wo fährst du am liebsten? Secret Spot oder Bikepark?
Eher Bikepark, da ich keinen guten Secret Spot kenne. Ein ziemlich geiler Park ist in Lac Blanc. Er bietet große Sprünge und eine anspruchsvolle Downhillstrecke.

Für was suchst du noch Sponsoren?
Für alles! Egal, ob Bike, Parts oder Bekleidung. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden: bouvet.rodder@freenet.de

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